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WILDWASSERSPASS AUF DEM RIO NOGUERA PALLARESA

Wuchtiges Wildwasser unter südlicher Sonne, fast 50 Kilometer WW III und IV, und noch dazu ganzjährig bei garantiert ausreichendem Wasserstand fahrbar? Das kommt uns reichlich spanisch vor!
Trotzdem machen wir uns auf den recht weiten Weg in die Pyrenäen, um zu testen, was dieser Insider-Tip wert ist und wie viel das angeblich landschaftlich schönste und wassertechnisch interessanteste Wildwasser Spaniens tatsächlich zu bieten hat. Wir haben es nicht bereut. Der Wildfluss mit dem klangvollen Namen Rio Noguera Pallaresa ist echt eine Wucht. Seitdem können wir es uns nicht verkneifen, bei jedem Spanien-Trip einen Abstecher dorthin einzuplanen. 

Die ganze Nacht sind über den Pyrenäen heftige Hitzegewitter niedergegangen. Nicht mehr weit vom Ziel hatten wir halten und zu fünft im kleinen Campingbus schlafen müssen. Und jetzt, am letzten Pass vor dem Tal des Pallaresa, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob wir je ankommen werden: Unser altersschwacher und wie üblich völlig überladener Bus scheint vor dem Hauptkamm der Pyrenäen zu kapitulieren. Der Diesel rußt wie ein Traktor und hüllt unseren Kanu-Anhänger in pechschwarze Schwaden, die sich nur unwesentlich von den dunklen Gewitterwolken unterscheiden. Endlos ziehen sich die Serpentinen zum Puerto de la Bonaigua hinauf, einem 2072 Meter hohen Pass. Obwohl es mit zunehmender Höhe immer mehr abkühlt, bin ich schweißgebadet, klemme verkrampft hinterm Steuer. Lieber, guter, alter Motor, halte wenigstens noch bis oben durch! Zum Pallaresa können wir auch mit Kolbenfresser hinunterrollen. Quälend langsam geht’s vorwärts, in den Haarnadelkurven nur noch im ersten Gang. Doch schließlich sind wir oben.

Als zu allem Überfluss die dunkle Wolkendecke über dem Pass aufreißt und den Blick freigibt auf die fantastische Bergwelt der Pyrenäen, kommt uns das reichlich spanisch vor. Und wir sind uns ziemlich sicher: Das werden gute Tage am Rio Noguera Pallaresa.

Uriges Bergdorf am Oberlauf des Rio Noguera Pallaresa                                                                                                                                                                     


Neben Natur auch uralte Kultur direkt am Fluss


Der große Pallaresa-Canyon "Desfiladero del Collegats" gehört zu den schönsten Schluchten Europas


Am Ausgang des großen Pallaresa-Canyons


Paddeln nach Stundenplan 

„Welcome on my campingplace!“ Ein älterer, freundlich grinsender Spanier, dem zwei Schneidezähne fehlen, reicht mir seine schwielige Pranke durchs Seitenfenster.

„Buenos dias, Señor Chef!“ entgegne ich. Damit sind des Spaniers Englisch und mein Spanisch erschöpft, was uns jedoch nicht sonderlich an weiterer „Unterhaltung“ hindert: Der Platz ist voll, komplett belegt, wir sind trotzdem willkommen, können uns hinstellen, wo wir wollen. Wir sind die einzigen Deutschen, die letzten kamen aus Köln, Kanuten wie wir. Das Wetter wird schön und Wasser fließt genug den Pallaresa hinunter.

Was wollen wir mehr? Wir bleiben hier im kanufreundlichen Sort, dem übrigens hässlichsten Städtchen des ganzen Tales.

Wirft der Kanute in gespannter Erwartung einen ersten Blick auf den Rio Noguera Pallaresa, dann ist er entweder maßlos enttäuscht, hellauf begeistert oder leicht besorgt um seine Gesundheit – es hängt nur von der Tageszeit und dem Ort der Betrachtung ab. Der Wasserstand ändert sich im Laufe des Tages erheblich. Es dauert seine Zeit – dies gleich vorneweg – bis der Neuling mit dem DKV-Spanien-Flussführer in der Hand durchblickt, wann und wo zu wenig, genug oder zu viel Wasser talwärts plätschert, rauscht oder gar donnert. Denn der Pallaresa ist ein „Strom“-Fluss. Zwei Talsperren im Oberlauf stauen das Wasser, welches bei Bedarf durch die Turbinen wieder ins Freie gelassen wird. Strom wird gebraucht, wenn die Katalanen morgens ihre Kaffe- und Waschmaschinen anwerfen und erreicht den Höhepunkt am Mittag, wenn die Kochherde zugeschaltet werden. Dann geht auf dem Fluss die Post ab......... 


Bei den Raftern bleibt kein Auge trocken


Für "normale" Kanuten wie Gerd Kassel ist das wuchtige Wasser des Pallaresa ganz schön spannend


Das Tal des Pallaresa ist landschaftlich sehr abwechslungsvoll


Zahlreiche Walzen laden zum Spielen ein, was bei dem wuchtigen Wasser selbst mit "Dickschiffen" funktioniert


Nachdem wir den Fluss ausgiebig aus der Kajakperspektive kennengelernt haben, steigen wir später zur Abwewchslung auch auf unsere GRABNER-Outside-Kanadier um, die sich als sehr wildwassertauglich erweisen


Sina wirft sich mutig in alle kleineren Walzen, die der Fluss so bietet


Kassel-Kanu-Chaos auf dem Campingplatz in Sort


Cooler Ritt im „Gummiwurst“-Kanadier 

Knallheiß brennt die spanische Mittagssonne in die grandiosen Schluchten des Pallaresa und uns allmählich Löcher ins Gehirn. In voller Montur – Neopren-Anzug, Schwimmweste, Helm, Kajakschuhe – sitzen wir mitten im August bei 40° im Schatten einsatzbereit an der Wildwasserstrecke in Sort ein paar hundert Meter unterhalb des Campingplatzes und warten auf das heißersehnte Wasser, das jeden Augenblick das hübsche Flusstal hinunter kommen muss.

Nein, wir haben noch keinen Sonnenstich, Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder ähnliches, das Wasser kommt tatsächlich täglich wie auf Bestellung so gegen 13 Uhr auf die Naturslalomstrecke mitten im belebten Touristenstädtchen Sort zugerauscht. Im Moment noch plätschert ein dürftiges Rinnsal durch das Felsenlabyrinth, auf dem ein WW-Anfängerkurs eifrig übt, aber gleich ist hier echt was los! Innerhalb weniger Minuten verwandelt sich der kaum fahrbare Hochsommerbach in schäumendes und donnerndes Hochwasser.

Kaum zu glauben, aber wahr! Doch des Rätsels Lösung ist simpel: Die durch im Sommer häufige Wärmegewitter gut gefüllten Stauseen von La Torassa und Llavorsi lassen ab 9 Uhr für einige Stunden Wasser ab. Dann schlägt die Stunde der Kanuten, Rafter und Riverboogie-Piloten, die auf der beachtlichen Flutwelle talwärts reiten – vormittags auf dem wuchtigen und ordentlich verblockten Oberlauf zwischen Llavorsi und Rialp, mittags im Touristenzentrum Sort unter den Augen schaulustiger Urlauber und nachmittags unter hoch am Himmel kreisenden Steinadlern in der einsamen „Desfiladero de Collegats“, einem der schönsten Kalkstein-Canyons von Europa.

In Kajaks haben wir die wilden Wasser des Pallaresa zu Beginn unseres erlebnisreichen Urlaubs bereits ausgiebig genossen.  Heute und in den kommenden Tagen wollen wir testen, wo der Spaß in unseren „Outside“-Schlauchkanadiern auf schwierigem Wildwasser anfängt – und aufhört. Meist benutzen wir die robusten und wildwassertauglichen Grabner-Gummiboote für Gepäcktouren mit Kind und Kegel auf leichteren Wildflüssen. Der Pallaresa jedoch bietet „richtiges“ Wildwasser, auf dem kein Auge trocken bleibt – und erfordert eingespielte Paddel-Teams!

Unter einer Uferpinie liegen zwei stramm aufgepumpte Kanadier startklar im Schatten. Es kann losgehen! Meine Frau Astrid und ich bilden Dream-Team Nummer eins, im zweiten „Outside“ sitzen Christine und Eckhard, ebenfalls seit Jahren harmonisch verheiratet. Trotzdem eine nicht gerade glückliche Konstellation, wie sich bald herausstellt. Ehekrach ist vorprogrammiert. Kaum haben wir die Boote ins Wasser geschoben und die Schenkelgurte zum ordentlichen Ankanten angelegt, da geht es schon zur Sache. Die Strömung reißt uns einfach mit.

Zuerst steht das genaue und blitzschnelle Anfahren von Kehrwässern auf dem Übungsprogramm. Wer das nicht blind beherrscht, der hat auf dem Pallaresa schlechte Karten. Schon schießen wir auf den ersten „Parkplatz“ am linken Ufer zu. „Ziehschlag links!“ brülle ich kernig meiner Vorderfrau zu, während ich hinten rechts zum möglichst effektiven Bogenschlag ansetze. Blöde Kuh, denke ich im Stillen, doch zum Denken ist wahrlich keine Zeit. Quer zur Fließrichtung treiben wir am angepeilten Kehrwasser vorbei – und rasend schnell auf einen mächtig umspülten Felsen in Flussmitte zu! „Bogenschlag links!“ kommt der nächste Befehl lauthals aus mir heraus und scheint doch im Höllenlärm des Wassers unter zu gehen, denn meine Frau rührt keinen Handschlag. Stattdessen höre ich: „Schrei mich nicht so an, Idiot!“ Voll Zorn und Hektik versuche ich mit einem kraftvollen Konterschlag das im Vergleich zu wendigen Wildwasser-Kajaks verdammt schwerfällige Gummiboot gerade zu ziehen und am Felsen vorbei zu bugsieren

Zu spät! Rumms, knallt der gutmütige „Outside“ breitseits auf den Monsterkiesel, stoppt und wankt kurz, um dann rückwärts fortzufahren. Kaum ist es unter heftigen und kontrovers geführten Diskussionen gelungen, dass unkontrolliert talwärts treibende Boot um 180° zu wenden, als auch schon die erste weißschäumende Walze bedrohlich vor uns steht.

Kein Problem, denke ich! Mit Volldampf rein und durch! Denkste! Der „Outside“ knallt gegen die quirlige Wasserwand wie gegen eine Mauer aus Beton. Der abrupte und unerwartete Aufprall reißt meine Frau und mich nach vorne und mir das Paddel aus der Hand. Katapultartig wird es vom einknickenden und wieder gerade schnellenden Gummiboot in die Luft geschleudert und landet – welch ein Wunder – zu meinem maßlosen Erstaunen und unter den Augen der Beifall klatschenden spanischen Zuschauer wieder in meinen Händen. Eine gelungene Einlage – ich verneige mich verschämt – aber jetzt wird’s langsam Zeit, aus der Umklammerung der haltenden und uns durchrüttelnden Walze rauszukommen. Schließlich können wir hier nicht ewig als Volksbelustigung rumdümpeln, denn Christine und Eckhard kommen in ihrem Gummigeschoss mit weit aufgerissenen Augen und heftig diskutierend auf uns zu gedüst. Nichts wie weg! Blitzschnell lehnt sich meine Noch-Ehefrau ohne jeglichen Befehl flussabwärts weit aus dem randvoll gelaufenen Boot – die Schenkelgurte machen es möglich – taucht ihr Stechpaddel tief ins ablaufende Unterwasser und zieht uns damit locker und gekonnt aus dem Walzenrücklauf. „Sauber!“ brülle ich begeistert und haue rein wie wild. „Schrei mich nicht so an, du Blödmann!“ Nun gut, ich bin still, die nächste Walze – so ein ziemlich schräges Ding – verbietet weitere Unterhaltung. „Diesmal verweigerst du nicht, du sturer Gummigaul!“ rede ich stattdessen unserem „Rodeo-Pferd“ verbissen gut zu. Instinktiv verlagern wir unser gesamtes Körpergewicht weit nach hinten, damit der „Outside“ vorne besser über das Hindernis steigen kann.

Klappt auch super! Er steigt, und steigt, und steigt – und setzt zum spektakulären Überschlag rückwärts an! Verdammt, so war das nicht geplant!

 rum fuhrwerkt und Löcher in die Luft haut, werfe ich mich entschlossen ruckartig rückwärts und seitwärts in die Schrägwalze, stütze ein bisschen und prompt klatschen wir sauber runter und durch das fiese Stolperwasser hindurch und sitzen – schon wieder, oh Wunder – noch immer ganz korrekt im Boot. Und die zuschauenden Spanier am Ufer und oben auf der Brücke staunen schon wieder. Nichtsdestotrotz: Das erste Kehrwasser, das wir endlich erwischen, ist auch das letzte von fünfzehn der knapp 300 m langen Wildwasser-Slalomstrecke von Sort, deren Erstbefahrung im „Outside“ nicht wesentlich länger als fünf Minuten gedauert hat. Kaum sind wir ausgestiegen, werden auch Christine und Eckhard schon angespült – und es beginnt umgehend eine zwingend notwendige und natürlich lautstark geführte Grundsatzdiskussion. Auch damit können wir die temperamentvollen Spanier hellauf begeistern.

Nachdem eindeutig und unmissverständlich geklärt ist, wer wen wann wie laut anbrüllen darf und wer was in welcher Situation zu tun oder zu lassen hat, tragen wir unsere gar nicht so einfach zu zähmenden „Outside-Rodeoboote“ wieder flussaufwärts und das Spielchen beginnt von vorne.

Das wiederholen wir solange, bis wir die Slalomstrecke von Sort vorwärts, seitwärts, rückwärts und hochkant locker beherrschen und uns an die lustvolle Schlauchboot-Befahrung des Pallaresa-Oberlaufs wagen können.


Neben dem Paddeln ist am Pallaresa auch das Schluchtenwandern oder Canyoning eine erlebnisreiche und spannende Sache


Im großen Canyon des Pallaresa, dem "Desfiladero de Collegats" geht ein versteckter, traumhaft schöner Nebencanyon ab, den man ein Stück von unten hoch klettern kann 


Revier-Infos 

Der aus den Hochpyrenäen kommende, in deutschen Kanutenkreisen recht unbekannte Rio Noguera Pallaresa gilt als interessantestes und landschaftlich schönstes Wildwasser Spaniens. Der ganzjährig (!) auf knapp 50 km paddelbare Wildfluss durchfließt ein tief eingeschnittenes Pyrenäental, das streckenweise einen schluchtartigen Charakter hat. Landschaftlicher Höhepunkt ist der „Desfiladero de Collegats“, der zu den großartigsten Canyons in Europa gezählt wird.

Voraussetzungen

Technische Schwierigkeiten meist um WW III und IV. Die Schwierigkeiten resultieren weniger aus starker Verblockung, als aus erheblicher Wasserwucht und ansehnlichem Gefälle. Deshalb besonders lohnenswert für sattelfeste, fortgeschrittene Kanuten. Neulinge können an einigen Flussabschnitten bei Niedrigwasser sowie an der ausgebauten Slalomstrecke von Sort gut trainieren. 

Beste Zeit

Der Fluss ist als einer der wenigen der Pyrenäen ganzjährig fahrbar. Die schweren Abschnitte werden im Frühjahr bei Schneeschmelze superheftig bis unfahrbar. Obwohl wenige deutsche Kanuten kommen, ist das Pyrenäental im Hochsommer ein wahres WW-Eldorado. Im Juni finden internationale Kanuveranstaltungen statt. Ab Mitte August ist es wieder ruhiger.

Ausrüstung

Komplettes WW-Equipment, auch im Sommer mit Neopren-Kälteschutz. Durch den offenen Flusscharakter sind auch häufig Schlauchkanadier im Einsatz. 

Anreise

Von Frankfurt/M nach Sort am Pallaresa sind es satte 1700 km. Am schnellsten geht es über die gebührenpflichtige Autobahn Lyon – Nimes – Perpignan und die RN 116 über Andorra. Schöner, länger und billiger fährt man quer durchs französische Zentralmassiv bis Toulouse und durchs spanische Val d’Aran über den Hauptkamm der Pyrenäen (2076 m) nach Sort.

Verpflegung

In den größeren Orten am Pallaresa gibt es in Llavorsi, Rialp und Sort Supermärkte zum täglichen Frischeinkauf.


Mit Campingbussen kann man zwecks Übernachtung aus den heißen
Tälern auch ins Hochgebirge an versteckte Plätze und alte Ruinendörfer fahren


Beeindruckende Sonnenuntergänge in uriger Landschaft vor der Kulisse alter Ruinen animieren...


.....zu ungewöhnlichen Fotosessions


Übernachtung 

Etliche am Fluss gelegene Campingplätze in Llavorsi, Rialp und Sort. Das lebendigste Kanuzentrum aber ist zweifellos der „Camping Noguera Pallaresa“ in Sort mit deutschsprachiger Website www.noguera-pallaresa.com und aktueller Preisliste. Wer über einen Campingbus oder gar ein geländegängiges Offroad-Fahrzeug verfügt, der kann abends auch gut in die einsamen Hochgebirgsregionen entfliehen, um die fantastischen Sonnenuntergänge und die angenehme Abendkühle zu genießen und „wild“ vor gespenstiger Kulisse alter Ruinendörfer zu campieren. 

Sprache

Ein paar Brocken spanisch können nicht schaden, kaum ein Spanier spricht deutsch, aber viele Französisch und Englisch. Im Notfall geht’s auch mit Händen und Füßen.

Ergänzungen/Alternativen 

Die Pyrenäen-Region Pallars Sobira ist ein vielseitiges Zentrum für Aktivurlauber. Möglich neben Rafting, Hydrospeed und Kajak(schule) sind Trekking, Mountainbiking und Canyoning. In Sort  gibt es mehrere Veranstalter, die aber nicht gerade billig sind. Ans Pallaresa-Tal grenzt der „Parc nacional d’Aigüestortes“, den man zu Fuß oder mit angemietetem Landrover erkunden kann. 

Infos

Tippt man in eine Internet-Suchmaschine (z.B. www.goggle.de) den Suchbegriff „Rio Noguera Pallaresa“ ein, so spuckt die Maschine interessante Adressen aus.

Flussführer 

DKV-Auslandsführer 2, Südwesteuropa      

 
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