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Wir waren gerade mal wieder in Spanien. Natürlich - Ende Oktober 2006 - an der spanischen Mittelmeerküste. Auf der Suche nach Sonne, Meer, Strand und Schlichtheit. Ehrlich gesagt, wir waren nicht der Meinung, dass wir das an den seit Jahrzehnten zunichte gemachten, verhunzten, zubetonierten, zerstörten Mittelmeergestaden Spaniens finden würden. Doch, oh Wunder, wir wurden fündig und mussten noch nicht einmal sehr weit fahren. Direkt neben der unsäglich widerlichen EMPURIABRAVA mit dem Charme eines ALDI-Parkplatzes in Castrop-Rauxel wurden wir fündig: Im GOLF DE ROSES gleich zu Beginn der COSTA BRAVA, wo Fritzchen Müllers aus dem Ruhrpott früher so gerne "Ballermann"-Urlaub machten, als die Billigflieger noch nicht erfunden waren, liegt ein 10 km langer Platja - ein Sandstrand vom Feinsten! Unvermüllt, ungebügelt, im Herbst kaum überfüllt! Und mittendrin beim Örtchen SANT PERE PESCADOR ein sauberer, aber schöner, vom ADAC empfohlener und trotzdem nicht spießiger Campingplatz namens AQUARIUS (www.aquarius.es) unter deutscher Leitung mit vielen deutschen, schweizerischen und niederländischen Gästen lassen wir uns mit unserem "Chaos"-Mobil und  umfangreichen Wassersportgeräten nieder!  Und fühlen uns 2 Wochen bei sommerlichen Temperaturen und hübschen Thermikwinden richtig sauwohl!  Das ist ungewöhnlich! Jedenfalls für uns, die wir die unverbaute, unzivilisierte, natürliche Landschaft lieben über alles!

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youtube-VIDEOTHEK von kanukassel: www.youtube.com/kanukassel

In meiner youtube-VIDEOTHEK kann ich meine Videos nach Themen ordnen, also in SCHUBLADEN eintüten. Die nennt man bei youtube PLAYLISTS. Eine solche PLAYLIST habe ich auch zum "WINDSPOT Roses" angelegt und mit dieser Seite hier verlinkt. Wenn Du diesen Link hier anklickst, kommst Du auf meine PLAYLIST und kannst dort wiederum alle Filme direkt ANKLICKEN, die Dich interessieren:


LINK zur PLAYLIST "WINDSPOT Roses": http://www.youtube.com/user/kanukassel#grid/user/95A81251DF9ED7E8  


WINDSPOT Roses/Spain: Der WINDSPOT Roses liegt in Spanien/Katalanien am Fuße der Pyrenäen. Hier herrscht sehr häufig der Starkwind TRAMONTANA. Besonders markant ist der ca. 10 km lange, nur wenig verbaute Küstenstreifen mit wunderschönem Sandstrand und geschützten Naturparkzonen. Unser "Basislager" fürs Segeln, Windsurfen, Kiten und Mountainbiken liegt auf dem schönen Campingplatz AQUARIUS bei Sant Pere Pescador. In der näheren Umgebung gibt es lohnenswerte Ausflugsziele, so dass die Gegend am Golf von Roses mit seinem auch im Frühjahr und Herbst sehr milden Klima für NICHT-Windsportler attraktiv ist.

Diese Liste der ROSES-Video-Clips wird sich im Laufe der Zeit vergrößern


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Neulich meinte unser Sohn Robin, als ich ihm von Roses und dem Palmen-Campingplatz am langen Surfer-Sandstrand erzählte, wir würden wohl doch noch auf unsere alten Tage zu bequemen und langweiligen Campingplatznutzern ("Spießern" hat er wohl gemeint), statt in Zelten oder versifften Campingbussen irgendwo in der Wildnis ohne Dusche und Süßwasser zu hausen wie viel Jahre zuvor. Da hat er nicht ganz unrecht! Alter macht schneller müde und bequem. Aber zum Segeln und Surfen haben wir schon früher in der Regel Campingplätze genutzt, wo wir unser ganzes, stets umfangreiches Ausrüstungschos diebstahlsicher liegen lassen konnten. Wenn man als komplette Kassel-Family einschließlich Freunden zum Surfen, Segeln und Radeln fuhr, dann war der Anhänger stets überladen. Heute übrigens auch noch, obwohl wir nur noch zu dritt samt Freunden unterwegs sind.


Meist finden wir die benutzten Campingplätze viel zu teuer. Wenn sie zudem noch schmutzig und überfüllt sind mit viel zu kleinen Stellplätzen und ohne Spülbecken und wirklich heißes Wasser, dann hat uns das kommerzielle Campingleben schon oft angekotzt. Wenn man dann noch für diverse Wassersportgeräte extra Aufpreis zahlen muss, dann hört der Campingspaß auf. Sofern er überhaupt jemals einer war. Was er aber auf keinen Fall ist: Ein preiswerte Alternative zum Hotelurlaub! Wenn man heute in der Hauptsaison 50 Euro für einen winzigen Stellplatz bezahlen muss, dann rechnet sich die ganze Sache kaum noch - zumal ja Wohnwagen und Wohnmobile auch teure Anschaffungen sind. Aber der Campingplatz AQUARIUS bei Sant Pere Pescador gefällt uns! Er ist schön gestaltet mit großen Plätzen, hat immer genug heißes, kostenloses Dusch- und Spülwasser - und alle Bediensteten dort sind nette, freundliche Leute!  

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Alle Campingplatzgebäude sind architektonisch im Landesstil gebaut und zwischen Palmen und anderem Grün eingebettet. Der Besitzer ist ganz offensichtlich bestrebt, seine Anlage in Schuss und seine Gäste bei guter Laune zu halten! Wir zahlen zu dritt für 14 Übernachtungen in der Nachsaison der letzten beiden Oktoberwochen "nur" 340 Euro!


Alles exotische oder landestypische Grünzeug ist sogar mit hübschen Infoschildchen versehen, so dass Urlaub dort auch der botanischen Fortbildung dient. Als wir am Sonntagmittag beim Aufbauen unseres Surflagers etwas lautere Musik hören (The Best von Udo Lindenberg), kommt ein spanischer Campingplatzwächter und schüttelt den Kopf. Nicht über uns oder unsere Musik, sondern über den Idioten, der sich per Telefon bei der Verwaltung anonym über unsere Musik beschwert hat. Das gefällt mir! (Nicht der Camper-Idiot, sondern das Verhalten des Wächters!)


Inmitten der Anlage befindet sich auch ein gemütliches Restaurant. Der Supermarkt hat bis zum 31.10. geöffnet. Auch der fest angestellte Kinderanimateur strampelt sich bis zur letzten Minute ab. In letzter Minute, nämlich am Vorabend des Abreisetages, wagen wir es, hier essen zu gehen. Und siehe da, es ist genießbar!

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Es kommt nicht oft vor, dass ich anfange, Sanitäranlagen von Campingplätzen zu fotografieren. Das geschieht nur, wenn sie besonders versifft oder vorbildlich sind. Im Camp AQUARIUS macht es Spaß zum Spülen oder Duschen zu gehen!


Schön bunt verfließt mit stets heißem Wasser und großen Spülbecken: Da lacht das Herz eines jeden Camper-Hausmannes, der im Urlaub den Spüljob übernommen hat. Sogar ich fühle mich hier zum Spülen animiert (genötigt).

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Aber wir sind nicht wegen der Campingplatzpalmen und der tollen Sanitäranlagen des Campingplatzes hier in die weite Sandbucht von Roses gekommen. 1250 km Anreise nur für die Besichtigung und Nutzung eines bestens vom ADAC getesteten Campingplatzes wäre zu weit.


Zu unseren Sportdomänen gehören trotz vieler schlimmer Unfälle immer noch das Windsurfen, Segeln und Mountainbiken. Und deshalb sind wir hier!


Die Bucht von Roses am Ostabfall der Pyrenäen ist in Surfer- und Seglerkreisen bekannt für häufigen und guten Wind. Im Oktober 2006 werden wir zudem noch von einer überdurchschnittlich hohen und lang anhaltenden Brandungswelle überrascht. Was zunächst das Segeln und Surfen unmöglich macht, erweist sich aber als ungewöhnlicher Bade- und Paddelspaß! 


In zwei Wochen Spätsommer Mitte Oktober mit 25 Grad werden wir nur einmal von einem heftigen Gewitter überrascht, das große Pfützen hinterlässt!

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Heftige Unwetter fernab auf dem Mittelmeer feuern heftige Wellensets gegen die spanische Küste!


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SEGELN UND SURFEN AM MEER HAT AUCH IMMER EINEN BESONDEREN LANDSCHAFTLICHEN REIZ: DENN NIRGENDWO SONST AUF DER WELT GEHT DIE SONNE SO WUNDERBAR AUF UND WIEDER UNTER!


Die Bucht von Roses öffnet sich gen Osten dem weiten Mittelmeer. Jeden Morgen zwischen 7 und 8 schauen wir aus den Betten unseres Campingbusses in den Himmel im Osten. Sieht er besonders bunt und interessant aus, dann stehen Samira und ich auf, um am Strand entlang zu spazieren.

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Beim morgendlichen Strandbummel haben wir natürlich auch immer Fotoapparate und eine Filmkamera dabei! Schönes, sich ständig und schnell veränderndes Morgenlicht reizt zum Fotgrafieren.


Die gerade 12 Jahre alt gewordene Samira nutzt schon lange ihre winzige Sucher- oder meine große, digitale SLR-Kamera, um besonders schöne Szenen für die Erinnerung abzuspeichern.


Am langen, unter Naturschutz stehenden Sandstrand in der Bucht von Roses gibt es auch einen schmalen Dünengürtel mit Strandgras und Schilfbewuchs.


Solche Motive am frühen Morgen lohnen das Aufstehen und Umherstreifen. Zum Rauschen des Meeres gesellen sich dann das Geschrei der Möwen und das Wispern der Grashalme.


Der Dünenstrand und einiges an Hinterland sind geprägt vom PARC NATURAL DELS AIGUAMOLLS DE L'EMPODA - einem Naturschutzgebiet, das eine weitere Ausbreitung der EMPURIABRAVA-SEUCHE verhindert.


Der Campingplatz AQUARIUS muss Ende 2006 seine strandnahen Stellplätze aufgeben, da das Gelände zum 300-m-Strandschutzstreifen des Naturschutzgebietes gehört. Für Wassersportler wie uns ist das auf den ersten Blick schade, aber lieber weiter zum Strand laufen als auf neue Betonklötze wie an der nahen, so herrlich abschreckenden EMPURIABRAVA zu klotzen. Noch liegt unser Kat im Strandfeld. Ob das noch geht, wenn wir nächstes Jahr wiederkommen, das wird sich zeigen!

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Was wir sicher auch die nächsten Jahre weiterhin genießen können, das ist der weite Blick über einen großen, unverbauten Sandstrand inmitten der berühmt-berüchtigen COSTA BRAVA.


Wenn des Nachts eine heftige Brandungswelle an den Strand gebrandet ist, dann haben Muschelsammler wie Samira gute Karten. Doch "nur der frühe Vogel fängt den Wurm". Schon am späten Vormittag sind alle Meeresschätze eingesammelt. 


Viel ist es wahrlich nicht mehr, was man an Muscheln finden kann. Wo sind sie geblieben? Das sah doch in meiner Kinderzeit noch ganz anders aus!


Früher haben Menschen besonders schöne und seltene Muscheln als Tauschmittel wie heute das Geld benutzt. In manchen Urlaubsclubs wird auch heute noch mehr als Joke mit Muschelgeld gezockt und konsumiert.


Samira benutzt ihre Muschelsammluing vom Strand von Roses zum Basteln und Dekorieren von Bilderrahmen, die sie selbt herstellt.


Jetzt kommt sie hinter dem Meereshorizont hervor, die Sonne, die Leben und Tod bringt.


Sonnenunter- und -aufgänge gehören zu den beliebtesten Kitschmotiven dieser Welt. Sie interessieren mich kaum - wohl aber das fotogene Licht in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Alle Profis dieser Welt, die Landschaften ablichten, sind dann unterwegs. Ich auch.


Neulich habe ich im "Make off" des Films "Der letzte Trapper" erfahren, dass das komplette Filmteam im kanadischen Winter die meiste Zeit auf das nur wenige Momente passende Filmlicht in den Minuten morgens und abends gewartet hat, um alle wichtigen Aufnahmen zu machen.

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Campingplätze veröden und vereinsamen wie Altstädte in den Abendstunden. Das liegt daran, dass hier wie dort die anonymisierten, zu passiven Klotzern mutierten Menschen spätestens ab 19 Uhr vor ihren Fernsehern sitzen - aus welch merkwürdigen Motiven auch immer! Die mobile Sat-Atenne macht's möglich. Jeder Camper hat sie - und stellt sie als erstes auf!


Wir sitzen auch auf Campingplätzen abends noch recht lange draußen - obwohl uns das Lagerfeuer der "wilden" Biwakplätze sehr fehlt.


Geselligkeit kam früher öfter vor als heute. Woran das liegen mag? Haben sich die Menschen nichts mehr zu erzählen? Weiß jeder schon vorher, was der andere gleich sagt? Langweilt sich die Menschheit gemeinsam zu Tode?


Bei unserem Kurztrip an den Strand von Roses kultivieren und pflegen wir ein ausgiebiges, gemeinsames Frühstück.

Samira besorgt uns aus dem Campingplatz-Supermarkt jeden Morgen frisches Brot und geile Kuchenstückchen!

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Segeln, Windsurfen, Paddeln und Brandungsschwimmen stehen eigentlich ganz vorne auf unserem Urlaubs- bzw. Aktionsprogramm in der Bucht von Roses im Oktober 2006. Aber das sind alles Natursportarten, die man nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit so einfach ausführen kann. Die Natur muss die passenden Wind- und Wetterbedingungen dafür liefern, tut sie aber nicht immer - schon gar nicht auf Kommando! Wenn also nix geht, weil irgendwas (Wind, Wellen, Temperaturen) zu wenig oder zu viel da ist, dann haben wir immer noch ein Ass im Ärmel. Das sind unsere geländegängigen Mountainbikes, die immer auf dem Heckgepäckträger unseres Chaosmobils "an Bord" sind.

Die Wege rund um den Campingplatz AQUARIUS sind voll mountainbiketauglich. Manchmal nach heftigen Brandungswellen stehen die strandnahen Hohlwege auch schon mal unter Salzwasser. Aber egal! Da gehen wir durch. Material wird bei uns nicht geschont!


Aber in der näheren Umgebung gibt es schöne Ortschaften wie Sant Pere Pescador, Castello d'Empuries, Sant Marti d'Empuries, l'Escala und etwas weiter weg die DALI-Stadt Figueres. Alles mit dem Fahrrad meist auf  Feld- oder Schotterwegen zu erreichen. Es gibt an der Campingplatz-Rezeption eine kostenlose Fahrradkarte der Gegend. Aber was uns besonders gefällt, das ist der gleich nebenan liegende Nationalpark mit Flamingos, Störchen, Pferden usw.


Und da gibt es bei Sant Marti d'
Empuries direkt am Meer auch noch sehenswerte Ruinen aus alten Römer- und Griechenzeiten. Die Besichtigung der Ausgrabungen der RUINES D'EMPURIES sind das Eintrittsgeld wert!


Am kleinen Stadtstrand von L'Escala sitzen wir gelegentlich im Eiscafe. Was uns leider die ganzen 2 Wochen nicht gelungen ist, hier mit dem Kat hinzusegeln und anzulanden. Dazu waren Wind und Wellen meist zu schwierig.

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Also, das ist ja alles schön und gut mit dem tollen Campingplatz, den Palmen, den schönen Scheiß- und Spülhäusern, dem sommerlichen Wetter, den sehenswerten Örtchen, den geilen Radwegen, der sehenswerten Kultur und Natur - aber eigentlich sind wir zum Segeln und Surfen hergekommen und haben dafür 1250 km unseren schwer beladenen Kattrailer hinter uns hergezogen. Jetzt wird es langsam mal Zeit, dass wir unser Zeug aufbauen und in die Gänge kommen. Nur beim Blick auf das bewegte Meer wird mir beinahe schlecht. Für diese mächtigen Brandungswellen sind wir gar nicht angemessen ausgerüstet. Da fehlt noch was ganz Entscheidendes, was Astrid und Samira aber sogleich im Campingplatz-Supermarkt entdecken. Wir kaufen alle Restbestände der noch vorhandenen BODYBOARDS auf!

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O.k. Irgendwas geht immer! Seit meinem schweren Windsurf-Unfall in Holland vor 6 Jahren waren wir nicht mehr so richtig am Meer - zumindest nicht bei Badewetter! Samira kennt also gar nicht das Vergnügen, in tobender Brandung schwimmen zu gehen!

Huch, das ist ja hammerhart, was da unter brülligem Tosen an Wassermengen so angebrettert kommt. Und das Zeug schmeckt verdammt salzig, brennt in den Augen und klebt anschließend an Haut und Haaren!


Aber geil ist es! Das geht ja richtig ab! BODYBOARDEN IST JA ECHT KEIN KLEINKINDERGRAM!


Nur Sina, die im September 2006 in Almanarre bei Hyeres zum Windsurfen unterwegs war, hat uns erzählt, das Mittelmeer sei 2006 flächendeckend mit Feuerquallen verseucht! Wo sind die klitschigen, widerlichen Dinger? Gibt es sie auch hier in der Bucht von Roses?


Mein Gott, was kommen da für Brecher an! Und das auf dem sonst eher ruhigen Mittelmeer! Da müssen weit draußen heftige Stürme toben, von denen wir hier an der Küste außer den Wellen zum Glück nichts bemerken!


Astrid und Samira müssen sich erst mal in die Prinzipien und Feinheiten des BODYSURFENS hineindenken und -arbeiten. Es sieht wie bei allen Wassersportarten leichter aus, als es ist!


Die Kunst des BODYSURFENS besteht wie beim Wellenreiten darin, sich nicht von der Welle überrollen zu lassen, sondern auf ihr zu reiten!


Na ja, so langsam sieht das schon ganz gut aus. Zumindest werden Astrid und Samira bei der Wanderschaft der Wellen mit ans Ufer gespült.


Wie eine Muschel wird Samira hier durch den Sand geschleift. Die Bodyboards aus Styropor sind den Ansprüchen leider nicht ganz gewachsen und brechen irgendwann in der Mitte entzwei. Aber egal: Ein bisschen Schwund haben wir bei jeder Tour! Solange es nur die Bretter sind, die brechen. Früher brachen auch schon mal öfter meine Knochen! (siehe die Seite NO RISK, NO FUN)


Au Backe, da kommt ein Ding! Das muss jetzt klappen. Volle Konzentration und schon mal mit den Füßen Gas gegeben, damit...........


....die Welle mich mitnimmt auf ihrem Weg zum Ufer!


Donnerwetter, so geht's! Donnernd wird Astrid mit den anrollenden Brandungswellen in der Bucht von Roses mitgenommen. Man sieht, dass das auch noch einer Frau in mittlerem Alter verdammt viel Spaß macht!


Yeah, das Salzwasser spült zwar Nasen- und Nebenhöhlen durch, aber Salzwasser soll ja für diese Zwecke ganz gesund sein!


Wieder Boden unter den Füßen? Nicht nur das, sondern schon Sand unter dem Bauch! Und in den Ohren - und im Neo, eigentlich überall!


Für Samira ist es der erste "richtige" Strandurlaub ihres Lebens - ohne Seekajaks paddeln, Zelte auf- und abbauen, in der Wildnis hausen, Haare mit Salzwasserchampoo waschen usw. wie bei unseren vielen Kajakgepäcktouren rund um Elba, Sardinien, die Lofoten oder Aaland-Inseln (siehe hierzu die anderen Reisestorys unter REISEBERICHTE) Daher gönne ich es unserer Tochter sehr, mal ganz "normalen" Badeurlaub wie andere Menschen auch, besonders ihre Klassenkameradinnen, zu machen.


3 Schwimmbretter gehen in 2 Wochen Strandurlaub zu Bruch. Das ist schon eine ziemlich hohe Verlustrate beim BODYSURFEN! Aber egal, Samira und Astrid hatten Spaß ohne Ende!

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2 Kombikajaks hängen eigentlich immer als Transportboxen am Campingbus-Hochdach. Eventuell hatte ich sie bei Bedarf auch als Rettungsboote für abtreibende Windsurfer auf dem Meer vorgesehen. Aber in Roses benutzen wir sie kurzerhand als Spielboote in der Brandung. Ob das gut geht? Gleich vorneweg, es geht nicht besonders gut! Für die kurze, steile Brandung sind die Combi-Kajaks mit 3,60 m Länge schlicht zu lang. Unsere kurzen Wildwasserkajaks wären hier besser gewesen. Aber wer rechnet auch schon damit, dass wir auf dem Mittelmeer zum richtig fetzigen Brandungspaddeln kommen............


Als erster versucht sich der todesmutige Jan, dem langweilig ist, da der Wind für ihn zum Surfen nicht reicht!


Komplette Ausrüstung mit Neopren, Schwimmweste und Spritzdecke ist notwendig. Leider haben wir keine Wildwasser-Schutzhelme dabei. Wichtig wären sie gewesen, denn es geht gleich drunter und drüber!


Jan wird von Rainer verfolgt, der sich auch mehr wagt, als ich geglaubt habe. Aber Rainer war jetzt lange paddelnd in Alaska unterwegs und ist dabei auch schon mal gelegentlich neben seinem Kanu durch heftiges Weißwasser geschwommen.....


Das Rauskommen über die hohen Brandungswellen ist ja noch ziemlich einfach. Der Bug frisst sich durch das anrollende Wasser hindurch. Aber dann ist man weit draußen und muss wieder rein! Wildwasser- und Brandungsexperten wie Windsurfer, Wellenreiter und Seekajaker von der "Deutschen Salzwasserunion" wählen hierfür die Technik des Surfens, d.h. über die Welle hineinreiten oder besser noch: Auf ihr abreiten, oder einfach irgendwie rutschen oder........


Jan gibt jedenfalls erst mal richtig Vollgas, als es hinter ihm zu rauschen beginnt. Und er geht auch gleich ab wie die Post!


Hoppla, so war das nicht geplant! Irgendwie zur falschen Seite aufgekantet. Jetzt müsste man Eskimotieren können, dann wäre das Ganze ja easy, no problem. Nur: Man sitzt nicht mehr im Boot! Es macht Zack, Krach, Bumm und man weiß nicht mehr, wo oben, unten , hinten und vorne ist! Jan haut sich einen  kränklichen Ellbogen aufs Kajak und steigt bald aus! Es ist auch ein fragwürdiges und nicht ganz ungefährliches Vergnügen, auf den flachen Sandstrand gehämmert zu werden! 


Rainer nimmt es mit Hurra! Doch als ein fetter Wellenset vom Feinsten kommt, da bleibt ihm bald die Spucke weg!


Los, Welle abreiten! Ins Weißwasser reinlegen. Paddel ins abziehende Unterwasser halten! Da kann man sich prima stützen, während es rasant strandwärts donnert.


Doch grau ist alle Theorie! Im Weißwasser-Chaos macht es dann doch irgendwann RUMMS! Und Gnade Gott, wenn man dann nicht sofort den geordneten Rückzug aus dem Cockpit seines Kajaks antreten kann........


Rainer überlebt alle Attacken dieses Tages. Nur 24 Stunden später fühlt er sich wie durch den Fleischwolf gdreht. Brandung lässt aber auch in der Tat sehr leicht diesen Vergleich aufkommen!


Heute jedoch kennt Rainer mit seinem Kajak und Körper keine Gnade! Ist die Angst erst einmal besiegt, dann macht die Sache sogar richtig Spaß!


Eigentlich bräuchte Rainer zum Brandungspaddeln eine Taucherbrille und eine Nasenklemme. Denn das Salzwasser dringt in alle Körperlöcher ein und verursacht ein heftiges Brennen in den Augen.


Das Meer in der Bucht von Roses ist unerwartet sauber und auch beinahe quallenfrei. Jedenfalls muss Rainer nicht bei jeder Welle damit rechnen, dass eine Feuerqualle auf seiner Glatze thront.


Ich fotografiere hier mit einem 470er Tele! Bin also sehr weit weg vom Geschehen und meine teure digitale Spiegelreflexkamera erleidet wieder Erwarten während aller Strand- und Wasseraktivitäten keine Schäden. 


Schnappschüsse lassen sich heute viel leichter digtal machen als früher beim analogen Fotografieren, wo man jede Menge Filme und Geld für Müll vergeigt hat! Voraussetzung für gute Schnappschüsse ist aber, dass die verwendete Kamera keine Auslöseverzögerung hat und wie der Blitz rechnen kann.


Abends spiele ich die Fotoausbeute des Tages auf den Laptop, schaue mir alle Bilder genau an und was nix taugt (unscharf, falsch belichtet, blöder Bildausschnitt), fliegt wieder runter. Das sind bei Schnappschüssen wie hier beim Brandungspaddeln beinahe 80%. Doch wenn man eine große Speicherkarte hat, kann man es sich ruhig leisten, den Finger auf dem Auslöser zu lassen. Was Schrott ist, kostet nix und wird gelöscht!

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MEINE SCHNELLE SPIEGELREFLEXKAMERA MACHT'S MÖGLICH! ZACK!

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Die vielen Kenterbilder habe ich übrigens wieder gelöscht, die waren irgendwie alle langweilig und nichts besonderes!

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Ich habe mich übrigens mit meinen demolierten Beinen auch mal für kurze Zeit in so ein verdammtes Kenterkajak gesetzt und hatte genau 37 Sekunden Zeit, meinen Blitzausstieg mental und organisatorisch vorzubereiten.


Rainer war am Ende des Roses-Strandurlaubs ein routinierter Wellenreiter - egal, ob über oder unter Wasser! Langweilig war ihm allerdings nie!

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Ja, und wofür haben wir jetzt nun eigentlich unser ganzes Segel- und Windsurfzeug dabei? Nach einer Woche ist der ganze Schnickschnack noch immer nicht zum Einsatz gekommen - darüber sind wir nicht fürcherlich traurig. Denn was nicht geht, das geht nicht! Aber jetzt werde ich allmählich ungeduldig. Strandurlaub ist ja ganz nett, aber nicht ganze 2 Wochen lang! Wir haben Glück, denn nach einigen Tagen lassen die Brandungswellen nach und wir schleifen den Kat zum Strand!


Wir sind natürlich schlau und haben mit dem ersten Segelversuch so lange gewartet, bis sich auch die örtliche Katamaranschule wieder aufs Wasser und in die immer noch erheblichen Dünungswellen gewagt hat.


Die Katamaranschule LA WIND schult mit einem neuen HOBIE CAT 15, wo sie 4 Leute drauf setzt.


Der HOBIE CAT 15 lässt sich von 4 Leuten leicht ins Wasser tragen und festhalten, bis die Steueranlage unten und alles startklar ist. Zeit zum Bummeln hat man beim Segelstart am Strand mit einem vergleichsweise großen Kat nicht.


Unser HOBIE CAT GETAWAY ist noch schwerer durch die zwar bequemen, aber schweren Wings. Außerdem behindern sie uns beim blitzschnellen aufs Trampolin Springen.


Die Bucht von Roses ist eigentlich ein schönes Kat-Segelrevier. Normalerweise halten sich die Wellen in der weiten Bucht in Grenzen und ab Mittag weht ein thermischer Wind von 3-4 Windstärken vom Meer her.


Hier geht eine Anfängertruppe mit einer erfahrenen, jungen Segellehrerin aufs Wasser. Wir schauen zu und beobachten genau, worauf zu achten ist. Denn ehrlich gesagt: Wir sind noch nie mit einem HOBIE CAT auf dem Meer gesegelt und bezweifeln auch, dass wir das schwere Ding im Kenterfalle wieder aufrichten können. 


Bei den Segelschülern sieht jedenfalls alles ganz easy aus. Sie sind alle ordentlich in Neos, Segelschuhe und Schwimmwesten gekleidet und machen einen ungestressten, wenig verängstigten Eindruck. Im Gegensatz zu uns! 


Wer Kat segeln will vom Strand weg, der muss zunächst wie alle Surfer und Kiter hinein ins kühle Nass. Katsegeln auf dem Meer in etwas höherer Dünungswelle ist eh eine verdammt feuchte Angelegenheit, bei der man warm verpackt sein muss und auch die Sonnenbrillen mit entsprechenden Schwimmbändchen gut gesichert sind. 


Der letzte muss das Boot aus dem Wind in Startposition drehen und dann mit einem Hechtsprung aufs Trampolin des anfahrenden Kats springen. 


Hat man Glück, dann kommt der Wind von der Seite, so dass man nicht in Strandnähe und brechender Welle kreuzen muss. Ruckzuck ist man draußen jenseits der brechenden Wellen und kann sich entspannen.


Nachdem uns die Katschüler vorgemacht haben, wie einfach das alles ist mit dem Katsegeln auf dem Meer, sind wir an der Reihe! Uns länger drücken und auf Nullwelle warten, das können wir nun nicht mehr!


Als wir endlich draußen unterwegs sind, hat sich das Meer beruhigt und der Wind ist eingeschlafen. Wie immer! Aber es kommen in den nächsten Tagen noch spannende Husarenritte auf uns zu, bei denen sogar das Trapez-Stahlseil mit Astrid dran über Bord geht.


Ich bin jedenfalls froh, dass mir nach 7 Beinbrüchen und vielen OPs doch noch eine kleine, behinderten-freundliche Randsportart auf dem geliebten Wasser übrig geblieben ist. Katsegeln mit Bank zum bequemen Sitzen wird mir noch recht lange möglich sein. Im Gegensatz zum rasanten Windsurfen, das ich nach einer letzten Attacke im Sommer 2005 auf dem Lac du Salagou endgültig an den Nagel gehängt habe. Im Gegensatz zu meiner Frau Astrid und meiner Tochter Samira, die meine alte, umfangreiche Surfausrüstung vom Feinsten noch sinnvoll weiter nutzen und können......


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Windsurfen hat in der Kassel-Family eine lange Tradition. Seit den Anfängen dieser Sportart in den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts stapeln sich auf Kassel-Autos,Anhängern und Bussen Surfbretter aller Art und für jedes Familienmitglied. Natürlich ist auch das jüngste Kasselkind SAMIRA (12) ein Windsurf-Kid.


Bedingt durch meine schweren Windsurf- und Snowboardunfälle mit 7 Beinbrüchen und Knochensalat Anfang dieses Jahrtausends kamen "Knocherbrecher"-Sportarten bei der Kassel-Family etwas ins Hintertreffen. In diesen REHA-Jahren sind wir viel in Seekajaks unterwegs gewesen. Doch heute sind wir wieder mal zum Surfen und Segeln am Meer, denn Samira ist vom Windsurfen begeistert.  Und richtiges Windsurfen ist Brandungssurfen! Das ist sauschwer, aber auch megageil! Es wird einige Zeit dauern, bis Samira den Anforderungen dieses Metiers gewachsen ist.

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Kommt man vom Baggersee oder Flachwasser-Binnenrevieren, dann bekommt man als Windsurf-Anfänger auf dem "wackligen Meer" erst mal gezeigt, wo der Hammer hängt!


Aber erstaunlicherweise klappt es bei Samira gleich am Anfang. Das ist gut so, denn Erfolgserlebnisse sind in dieser schwierigen Wassersportart sehr wichtig!


Wenn wandernde Wassermassen unter dem Surfbrett durchrauschen, dann beginnt das Windsurfen auf "Berg- und Talfahrt" so richtig Spaß zu machen.


Eigentlich muss man beim Windsurfen auf dem Meer aus dem Anfängerstadium raus sein. Das bedeutet, man mus den BEACHSTART, den WASSERSTART und die POWERHALSE beherrschen. Außerdem ist es zwingend notwendig, dass man sich in das TRAPEZ einhängen kann und dass man in den FUSSCHLAUFEN steht!


All das beherrscht Samira noch nicht! Aber egal: Übung macht den Meister! Und die ersten Erfolge spornen zum Lernen an!


Samira hat schon die ganze Palette leider nur kurzlebiger Kinder-Riggs von 2,9 über 3,5 und 4,0 bis aktuell 4,5 qm durch. Die Kinder- und Junioren-Riggs sind deutlich leichter und erleichtern somit den Zugang zu dieser Sportart. Leider haben sich die Segel als sehr brüchig und wenig UV-resistent erwiesen, so dass schon alle  bis auf das letzte im Mülleimer von Samiras Wiondsurf-Geschichte gelandet sind.


Natürlich kann man auf dem Meer auch einige Zeit herkömmliches Baggersee-Surfen üben mit SCHOTSTART und normaler WENDE, wenn Wind und Wellen nicht zu hoch sind.


Samira benutzt zur Zeit ein altes Surfbrett von mir mit 139 Litern Auftrieb und einem geringen Gewicht von 8 kg. Damit kommt sie gut zurecht, hat einen sicheren Stand und kann gut HÖHE LAUFEN! 


Irgendwann werden die Wellenberge auf dem Meer immer höher und beginnen zu brechen. Dann stoßen Windsurfanfänger wie Samira zunächst mal an ihre Grenzen!


Aber noch kann sich Samira eine Zeit lang über Wasser halten. Sie hat bereits ein gutes Balancegefühl und schafft die Wende auch auf kippligen Wellen.


Der SCHOTSTART wird aber immer schwieriger, wenn große Wellen unter dem Surfbrett hindurchwandern.


Samira schafft es mit letzter Kraft, wieder alleine zum Ufer zurückzukommen. Am Strand liegt ein Rettungskajak, dass aber bei unserem Aufenthalt in Roses zum Retten nicht benötigt wird.


Nur noch wenige Meter, dann hat es Samira bis in die kleine Brandungszone geschafft. Nur ist dort die Anstrengung noch nicht zu Ende. Denn.........


das Windsurfmaterial muss schnell aus der material-zerstörerischen Brandung geborgen werden. Doch das ist leichter gesagt als getan! 


Zunächst muss Samira einige Waschmaschinengänge über sich ergehen lassen, bis sie wieder Boden unter den Füßen hat.


Dann muss sie Surfbrett und Rigg genau richtig zu fassen bekommen, um beides ÜBER die anrollende Brandungswelle halten zu können. Das ist für ein 12-jähriges Kind verdammt schwer. Aber Samira will sich nicht helfen lassen und kämpft solange, bis sie es alleine schafft!


Ein Brecher nach dem anderen donnert über sie hinweg, aber sie lässt ihr Material nicht los! Das ist auch wichtig, sonst wird es leicht beim An-den-Strand-gespült-werden beschädigt oder zerstört!


So verdammt, jetzt hat sie alles richtig erwischt, das Brett an der gegenüberliegenden, vorderen Fußschlaufe und das Surfrigg am Gabelbaum mit dem Mast zum Körper, der nach hinten die Wellen abhält!


Jetzt nix wie raus, ehe der nächste Wellenset die Beine unterm Körper oder das Surfmaterial aus den Händen reißt!


Endlich! Das ist immer das schwierigste, wenn man schon vom Kampf mit Wind und Wellen fix und fertig ist: Das Rauskommen aus der Salzwasserbrühe und das Surfmaterial wegfliegsicher an den Strand zu legen!


GESCHAFFT!

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Was Samira probiert und fast auch schon schafft, dass möchte auch Astrid mit ihren bereits 43 Jahren noch lernen. Das ist kein leichtes Unterfangen. Windsurfen ist keine Sportart für Weicheier. Aber Astrid hat schon über etliche Jahre immer wieder mal für leider nur kurze Zeit in diese rasante Sportart reingeschnuppert, so dass sie nicht ganz unbedarft ist.........


Die ersten Minuten ist es schwierig, die Orientierung zu gewinnen und zu kapieren, wass das brechende, rauschende, hin- und herströmende Salzwasser mit dem Surfbrett macht. Hat man das rausbekommen, dann muss man Wind und Wellen nutzen, um in die richtige BEACHSTART-Position zu kommen.


Wichtig beim BEACHSTART ist es, dass man noch gut stehen kann und das Wasser nicht über die Knie hinaus reicht!


Dann Brett und Segel auf RAUMSCHOT ausrichten und in einem Wellental schnell - zuerst mit dem hinteren Fuß und dann blitzschnell auch mit dem vorderen Fuß -auf das Brett!


Super! Gut! Vorbildlich! Jetzt hoch und ab!


Astrid schafft den BEACHSTART SCHON SUPERGUT! Das erspart ihr in Strandnähe, wo die Wellen brechen, den nervenaufreibenden und kräfteverschleißenden SCHOTSTART!


Ist Astrid erst mal aus der Brandungszone raus, dann kann sie sich mit der normalen WENDE und gelegentlichem Einhängen ins TRAPEZ recht lange draußen halten.


Jedenfalls gewinne ich im Oktober 2006 in der Bucht von Roses den Eindruck, dass ich mich in Zukunft an das Zuschauen beim Windsurfen gewöhnen muss, damit ich meinen beiden Frauen die weitere Ausübung dieser geilen Sportart nicht versaue! Zuschauen bei meiner ehemals liebsten und bestens beherrschten Sportart ist gar nicht so leicht getan, wie gesagt. Manchmal könnte ich kotzen!


Die nächsten Jahre werden wir sicher noch öfter schöne Herbstwochen in der weiten Bucht von Roses und auf dem Campingplatz AQUARIUS verbringen. Die Reise hierher hat sich gelohnt und das Aktionspotenzial  hat uns supergut gefallen!

 
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