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DAS GEMÜTLICHE LEBEN ALS DAUERCAMPER (SIEHE VORHERIGE SEITEN) IM KOMFORTABLEN, GROSSEN WOHNWAGEN MIT WINTERFEST AUSGEBAUTEM UND BEHEIZTEM VORZELT IST EINE GANZ NETTE SACHE FÜR DIE WOCHENENDEN EINES LANGEN JAHRES, AN DENEN MAN NICHT AUF GROSSER TOUR SEIN KANN! ABER ABENTEUERLICH IST SOWAS NICHT! DA GEHT ES AUF UNSEREN HOCHALPINEN CAMPINGTOUREN MIT UNSEREM WINTERTAUGLICHEN "SPRINTER"-WOHNMOBIL SCHON GANZ ANDERS ZUR SACHE. STÄNDIG IN EINER HÖHE ÜBER 2000 m ZU HAUSEN, DAS SETZT ERFAHRUNG UND VERLÄSSLICHES AUTO- UND KLAMOTTENEQUIPMENT VORAUS!                                                                                                                                                                  

Beim Wintercamping im Hochgebirge halten wir uns je nach Schneelage zwischen 1600 m und 3000 m auf. Da sinken die Temperaturen nachts oft deutlich unter 20 Grad minus. Da dürfte es klar sein, dass vor allem das Auto im Vorhinein verlässlich winterfest gemacht werden muss. Vor allem Frostschutz in Kühler und Scheibenwaschanlage, aber auch genug Gas an Bord, um angemessen heizen zu können, damit die Versorgungsanlagen im Bus nicht einfrieren. Natürlich braucht man auch eine simple Schaufel an Bord, um sich nach ergiebigen Schneefällen ausbuddeln zu können. 




Zwar haben wir 1 Starterbatterie und 2 Versorgungsbatterien an Bord, außerdem noch 2 Solarplatten auf dem Dach, aber das nutzt im Winter alles nichts. Der Stromverbrauch ist durch das Heizungsgebläse und Licht sehr hoch. Und da wir in der Regel nicht auf Campingplätzen mit Steckdosen übernachten, müssen wir selbst  Strom erzeugen. Deshalb ist im Winter immer ein Stromgenerator an Bord! 


Stromerzeuger werden mittlerweile öfter von Supermärkten zu Spottpreisen angeboten. Doch bei einem solch wichtigen Ding haben wir nicht gespart! Dieser kleine HONDA-Generator hat zwar satte 1200 Euro gekostet, aber er ist zuverlässig und leise! Da heißt, er kann die ganze Nacht durchlaufen, ohne dass der Lärm uns auf den Geist geht!


Bei Schnee und Regen muss man sich allerdings was einfallen lassen, dass der Generator nicht übermäßig nass wird und versagt! Er braucht also ein Schutzdach, was auch immer das sein mag!




Es gibt billige, dünne und solide, teure Schneeketten mit dicken Gliedern. Dünne, billige sind besser als keine! Fährt man aber ständig in Schneegebiete, dann lohnen sich gute Ketten.


Zwar werden auch im Hochgebirge nach ergiebigen Schneefällen irgendwann die Wege freigeschoben, aber man muss sich vorher selbst zu helfen wissen. Vor allem darf man beim Schneien nicht liegen bleiben und die Straßen so verstopfen, dass kein Schneepflug mehr durchkommt!




Zugegeben, unser Bus ist komfortabler, als er von außen aussieht. Deshalb ist Wintercamping in den Bergen mit diesem Auto gar nicht so extrem, wie oft behauptet. Neben einer starken Gasheizung verfügt er über eine Toilette mit Dusche, einen Warmwasserbeuler, Trink- und Abwassertank im beheizten Doppelboden und sonstigen Schnickschnack. Nur nützt einem das alles nichts, wenn man nicht weiß, wo man unterwegs Wasser und Gas her bekommen soll und seine Schmutztanks entsorgen kann. Da muss man oft erfinderisch sein, wenn es im jeweiligen Gebiet keine offiziellen Wohnmobil-Entsorgungsstationen gibt! 


Wasser bekommen wir in der Regel aus den Toiletten der Liftstationen. Da muss man gegen Abend hin, ehe sie für die Nacht abgeschlossen werden. Faltkanister sind sinnvoll, damit sie unter die niedrigen Wasserhähne an den Waschbecken passen.




In unserem Mercedes-"Sprinter"-Bus mit mittlerem Radstand können wir zur Not recht gut zu fünft schlafen und hausen! Das ist zwar alles verdammt eng, aber es geht! Es setzt natürlich Diszipin und Übung der "Mitbewohner" voraus. Sich im Winter bei minus 20 Grad im Bus zu fünft an- und auszuziehen, in die Skiklamotten und fetten Schuhe zu schaffen, vor allem selbige über Nacht wieder trocken zu bekommen, all das ist nicht ganz so einfach! Aber im Vergleich zu anderen, wirklich extremen Hochalpin-Touren mit Zelt ist so ein Bus ein absolutes Luxuxteil! 


Samira hat sogar noch Platz im Bus für ihren Spielkoffer gefunden, so dass ihr an langen Winterabenden nicht langweilig wird!




Kinder mögen Weihnachten mit Tannenbaum. Also haben sie ihn auch all die Jahre draußen unterwegs bekommen. Samira war zwar mit ihren 10 Jahren erst ein Weihnachtsfest in einem festen Haus, aber nie ohne Weihnachtsbaum. Der liegt schon vorher längere Zeit auf dem Heckfahrradträger!


Nur eins bringt Samira regelmäßig zur Weißglut: 1. Wenn die Kerzen immer wieder vom Wind ausgepustet werden und 2. die Musikinstrumente, die sie gerne spielt, draußen in der feuchten Kälte schiefe Töne produzieren!


Haben wir auf unseren Alpintouren in Eis und Schnee auch noch andere Reisebegleiter in wintertauglichen Bussen dabei, dann wird bei Wind und Wetter draußen gegrillt, gekocht und gesoffen, notfalls im Stehen!




Wir fahren mal hierhin und mal dorthin! Was wir in den Alpen wollen, das dürfte klar sein: WINTERSPORT treiben. Und deshalb wollen wir auch mit unserem "Extremmobil" so nah wie möglich ans Geschehen ran. In der Regel übernachten wir auf den Parkplätzen der Liftstationen. Meist ist das nicht verboten! Hier sind wir in die Westalpen nach Flaine gedüst, da in den Ostalpen kein Schnee lag. Das Gute am Buscamping ist, dass man wirklich absolut flexibel ist, nirgendwo gebucht hat, wo kein Schnee liegt und schnelle Ortswechsel je nach Wetterkarte üblich sind. Geplant wird meist immer in letzter Minute, wo es hingehen soll! 


Wir lieben den Schnee - und je mehr, umso besser fürs Ski- und Snowboardfahren, aber auch fürs Winterfeeling drum herum. Astrid macht sich jeden Morgen früh auf, um frisches Baguette fürs Frühstück zu kaufen.   


In der Zeit fegt Samira ihren Iglu aus, der direkt vor dem Bus steht


Wenn abends nach dem Wintersport noch Saft in den Knochen ist, wird natürlich auch immer ein Schneemann gebaut


Für den Zwischendurchkakao steht immer ein Trangia-Sturmkocher vorm Bus bereit, den Sina oft benutzt, um Geld zu sparen. Als Studentin kann sie es sich nicht leisten, ständig in irgendwelche teuren Berglokale zu gehen


Wenn über Nacht Neuschnee gefallen ist, dann ist die Vorfreude auf eine butterweiche Piste im Sonnenschein natürlich besonders groß und treibt uns schon sehr früh aus den Schlafsäcken!


Morgens um 9 Uhr als erste auf 2700 m Höhe in der strahlenden Wintersonne. Dafür nehmen wir alle Strapazen mit dem "Extremmobil" gerne in Kauf. So können wir uns oft recht gut aus der touristischen Überfüllung von Liften und Pisten heraushalten! Wenns gegen 11 Uhr voll wird, können wir schon mal Pause machen. Und in der Mittagszeit, wenn die anderen Skifahrer in die Lokale strömen, sind wir wieder unterwegs. "Azyklisch" nennt man sowas!




Es geht hier noch ein Stück höher hinaus. wir stehen mit dem Bus auf über 2000 m. Wir schauen frühmorgens im oberen Ötztal kurz vor dem Grimmelsjoch zu den Dachluken  hinaus und sind begeistert. Der Adrenalinspiegel steigt........


Gestern Abend bei der Anfahrt hat es ordentlich geschneit und wir haben uns mit Schneeketten hier hinauf gewühlt - in der Hoffnung, nicht einzuschneien! Das kann bei längerem Schneefall schnell passieren! Dann sitzt man fest - oft tagelang. 


Aber heute Morgen reißt der Himmel plötzlich auf und gibt den Blick frei auf die tief verschneiten Berge um uns herum. Das ist die Mühe wert! Erst im stundenlangen Stau auf der Autobahn, dann unterwegs mit der Angst, im immer tieferen Schnee die Berge hinauf stecken zu bleiben! Doch jetzt sind wir oben und werden entlohnt! 


Wenn es viel schneit, dann wächst natürlich auch die Lawinengefahr. Just zu der Zeit, als diese Bilder aus dem hinteren Ötztal entstanden, kam auf der Zufahrtstraße nach Obergurgl eine vierköpfige deutsche Familie in einer Lawine von diesen Hängen hier ums Leben!  Freud und Leid hängen im Leben oft nah zusammen.


Über Obergurgl sind wir bis nach Hochgurgl auf über 2000 m hinauf gefahren. Hier stehen wir in direkter Nachbarschaft zu teuren und noblen Skihotels! Harte Kontraste! 


Die Übernachtung in einem Hotel in Hochgurgl kostet 'ne Menge, ist die Lage hier oben direkt an den Skipisten doch ideal und wunderschön - doch wir sind auch da in unserem kleinen, kuschligen Campingbus!


Beim Anblick der Skipisten hält uns nichts länger in den Schlafsäcken. Raus, Anziehen, Frühstücken und los geht es! Lange, ehe die Hotelgäste vom Frühstücksbuffet aufsteigen sind wir schon unterwegs. 


Vom Bus aus erstreckt sich das große Skigebiet nach unten und oben. Über uns ragen Dreitausender in den stahlblauen Himmel.


Es ist der große Vorteil des "Extremmobil"-Reisens, dass man einfach früher und schneller auf der Piste ist. Frühmorgens, wenn noch alles leer ist, da macht das Skifahren am meisten Spaß!


Erst gegen 11 Uhr füllen sich die Pisten mit den Gästen der angrenzenden Hotels in Hochgurgl. Wird's richtig voll, sind wir gerade müde genug für eine Pause. Machen die anderen Pause, dann fahren wir weiter. Das übliche Spiel........


Astrid und Samira


Blick in den Talschluss des oberen Ötztals


Ein wunderschöner Skitag über den Wolken und Sorgen des grauen Alltags!




Haben wir von dem einen Skigebiet genug, dann wechseln wir einfach über Nacht ins nächste. Mit unserem "Extremmobil" ist das kein Problem. Im unteren Ötztal führt eine kleine, kurvenreiche Straße hinauf in den Wintersportort KÜHTAI auf 2000 m. Kühtai ist umgeben von Dreitausendern, zu denen Lifte hinauf führen.  


Samira checkt die Lage am frühen Morgen. Genug Schnee? Laufen die Lifte schon? Klar doch, also raus!


Auch im Kühtai sind es vom Parkplatz zum Lift nur wenige Meter und wir sind bald auf der herrlichen Liftfahrt nach oben.


Schnell ist man über der Baumgrenze


Ein glasklarer, aber auch knackig kalter Wintermorgen im Januar. Der Vorteil von Kühtai? Hier liegt meist genug Schnee und die Sonne gelangt trotzdem schon morgens ins offene Hochtal!  


Mal in und mal über den Wolken


Einfache Abfahrten auch für kleine Kinder




Hier sind wir auf dem höchsten, für uns gut zu erreichenden Parkplatz der Alpen am Kaunertaler Gletscher auf 3000 m. Das reicht, zumal es hier mitten im Winter nachts immer verdammt kalt ist. Deshalb zieht es uns eher Ostern hierher, wenn die Sonne schon länger scheint und weiter unten der Schnee sulzig wird. Hier kann es durchaus passieren, dass man bei richtig viel Neuschnee einige Tage eingeschneit ist, weil nix mehr geht! Genug Essen und Gas ist daher zwingend notwendig!


Hier erkennt man schnell, wo man ist, nämlich auf einem richtigen Gletscher mit schönen, aber auch saugefährlichen Gletscherspalten!


Von den Orten, wo wir aufhören, starten Tourengänger und Tiefschneefahrer mit Biwakausrüstung  und bewegen sich in die wirklich extremen Bereiche alpinen Tuns. Also, die Frage "Was ist extrem?" lässt sich kaum objektiv beantworten. Ich selbst halte unser Tun dort draußen, sei es im Winter oder Sommer, für nicht extrem, allenfalls extrem FAMILIENFREUNDLICH, denn wer genau hinschaut, wird längst bemerkt haben, das auf allen Touren, die auf dieser Website beschrieben sind, immer auch Frau und Kinder mit an "Bord" sind!

 
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